MUNTER

Kupferzell

A 39

Das Projekt MUNTER, das im Rahmen einer Europäischen Innovationspartnerschaft “Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit” (EIP-Agri) von der EU über das Land Rheinland-Pfalz gefördert wird, widmet sich der Entwicklung eines Managementsystems für Landwirte und Kommunen.

Das Managementsystem leistet durch einen optimierten Anbau von Energiepflanzen einen hohen Beitrag zu Umwelt- und Naturschutz.

Da die Mehrnutzungssysteme an Landschaftsstellen platziert werden, an denen die erzielbaren Zusatzleistungen auch einer Honorierung zugeführt werden, ergibt sich zusätzlich ein ökonomischer Mehrwert.

https://munter.stoffstrom.org/

In der Gemeinde Kupferzell wurde ein neues Biotopvernetzungskonzept erarbeitet, um die Agrarlandschaft im Sinne des Artenschutzes wie auch im Sinne der Bewirtschafter zu gestalten. Schwindende Rückzugsräume für wildlebende Arten der Agrarlandschaft und gleichzeitig der massive Verlust produktiver Fläche für die Landwirtschaft waren ausschlaggebend für die Entscheidung, im Rahmen dieser Konzeption neue Wege zu gehen.

Mit dem Flächenverlust durch Baugebiete und dem Bedarf an entsprechenden Kompensationsflächen sowie mit den Vorgaben des baden-württembergischen Landeswassergesetzes ab 2019 boten sich zahlreiche Gelegenheiten, extensive Produktion und Artenschutz zu kombinieren.

Im Dezember 2015 wurde das „Kupferzeller Modell“ abschließend erarbeitet und wird seitdem vor Ort umgesetzt: Ergebnisbericht

Bioenergie-Region H-O-T

Durch Straßenbaumaßnahmen entstehen Eingriffe in Lebensräume wildlebender Pflanzen und Tiere. In der Regel werden landwirtschaftliche Flächen überbaut, deren Funktionen durch Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen oder ersetzt werden müssen.

Im Raum Lüben wurde entlang der A39 daher eine neuartige Wildpflanzenmischung angebaut, die durch eine systematische Kartierung der Vögel (Avifauna: Revierkartierung nach SÜDBECK 2005) auf Leistungen für die Biodiversität, insbesondere für die Feldflur, untersucht wurde.

Feldtag der EZG in Lüben (Niedersachsen) präsentiert Ergebnisse aus dem dreijährigen Praxisanbau von Wildpflanzenmischungen nach dem ELKE-Konzept