Entwicklung extensiver Landnutzungs-Konzepte für die Produktion nachwachsender Rohstoffe als mögliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Jeden Tag geht in Deutschland wertvolle landwirtschaftliche Produktionsfläche durch Umnutzung verloren. Sowohl die wachsende Siedlungs- und Verkehrsfläche als auch die damit verbundenen Kompensationsleistungen wirken sich aus Sicht der Landwirtschaft als doppelter Flächenverlust aus, denn Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden bislang meist ohne eine wirtschaftliche Nutzung geplant. Zugleich beansprucht der Anbau von Energiepflanzen zunehmend Ackerfläche. Dem erhöhten Flächendruck folgt u.a. eine Intensivierung des Landbaus, dadurch wird der Naturschutz in der Landwirtschaft zurückgedrängt. Diese Konkurrenz um die kostbare Ressource Freifläche durchkreuzt wichtige Ziele der Bundesregierung wie die Energiewende, den Erhalt der Biodiversität und den bundesweiten Biotopverbund. Fläche lässt sich nicht vermehren.

Eine mögliche Lösung zur Entschärfung der Flächenkonkurrenz bietet die Entwicklung effizienter Mehrnutzungskonzepte. Ein Beispiel hierfür sind extensive Anbausysteme, die struktur- und artenreich gestaltet Leistungen für den angewandten Natur- und Umweltschutz erbringen. So kann insgesamt mehr Nutzen auf derselben Fläche realisiert werden. In ELKE wird dieser Nutzen erfasst und ausgewertet. Nur so kann das Konzept, Naturschutz und Landbau auf einer Fläche zu vereinen und damit produktive Kompensationsmaßnahmen zu entwickeln, ein kontrollier- & zertifizierbares Produkt für innovative Landwirte werden.